Was ist Fechten?

„Fechten ist wie Boxen auf dem Schachbrett“, so hat einmal eine deutsche Spitzenfechterin die Sportart umschrieben. Jedoch ist Fechten in erster Linie eine Kampfsportart, die derzeit rund 25 000 Menschen in Deutschland und rund eine Million Menschen weltweit betreiben.
Wer mit dem Fechten anfangen will, ist grundsätzlich nie zu alt. Wer auf internationaler Ebene – gar auf olympischen Spielen – antreten will, sollte jedoch besser in jungen Jahren zu Florett, Degen oder Säbel greifen. Um sich aber hobbymäßig zu duellieren, kann ohne weiteres später mit dem Sport anfangen.
Jedes Kind hat wahrscheinlich schon einmal „gefochten“, indem es z.B. einen Holzstock als Schwert benutzt hat, um sich mit seinen Freunden zu messen. Viele Kinder finden die Geschichten ums Mittelalter und den Rittern „voll cool“ und wollen dem nacheifern.
Der Fechtsport von heute hat aber nichts mehr mit dem Fechten vergangener Jahrhunderte zu tun. Es geht nicht mehr darum sich um Frauen, Recht oder Ehre, auf Leben oder Tod zu duellieren. Die Waffen sind entschärft und man trägt Schutzkleidung. Somit ist Fechten nicht wirklich gefährlicher als andere Sportarten.
Die Faszination Fechten liegt in der Herausforderung der Sportart an den Körper und den Geist. Ständige Bewegung und Körperspannung, Konzentration und Reaktion, Koordination und Feinmotorik, alles Dinge, die beim Fechten geschult werden, um in Sekundenbruchteilen auf Aktionen des Gegners reagieren oder dessen Fehler und Unachtsamkeit ausnutzen zu können. Wer einmal eine Fechtwaffe in die Hand nimmt und in den Anzug schlüpft, den erfasst ein intensives Gefühl. Man fühlt sich plötzlich ganz stark. Wer dieses Gefühl einmal selbst erleben will, ist bei einem Training jederzeit herzlich willkommen.

Asienspiele - Fechten - Ein Degengefecht

(Foto: Landov)

Link: http://www.welt.de/lifestyle/article715134/Und-ploetzlich-ist-man-ganz-stark.html